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Was, wann, wo?
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Kommentar: Eisbärbabys Zoo Gelsenkirchen

Pressemeldung vom 14.12.2017

Laut aktueller Medienberichte hat von drei im Gelsenkirchener Zoo geborenen Eisbärbabys nur eines überlebt. Dazu kommentiert Marius Tünte, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbundes:

„Es ist traurig zu hören, dass mal wieder Eisbärbabys in einem Zoo verstorben sind. Seit 2005 haben in Deutschland fast 60 Prozent der geborenen Jungtiere nicht überlebt. Zwar ist es normal, dass Jungtiere auch in der Natur zeitnah nach der Geburt versterben können, die vielen Todesfälle in deutschen Zoos belegen jedoch das Missmanagement in Sachen Eisbärzucht. Denn eigentlich müsste man erwarten können, dass die Überlebensquote bei menschlicher Betreuung höher wäre. Das Gegenteil ist der Fall: obwohl wesentliche Einflussfaktoren, wie Wetter, Nahrungsmangel und Krankheiten, im Zoo minimiert werden, ist die Todesrate von Eisbärenjungen in Zoos sogar höher als in freier Wildbahn. Hier versagen die Zoos komplett, die Eisbärzucht ist ein Irrweg.

Zudem greifen die Zuchtprogramme in Zoos zwangsläufig nur auf einen kleinen Genpool zurück und fördern damit die Inzucht. Diese kann unter anderem Erbkrankheiten und eine erhöhte Jungtiersterblichkeit steigern. Zoos sollten daher unbedingt ihre Zuchtprogramme überdenken – auch im Hinblick darauf, dass Eisbären nicht ausgewildert werden können, um ihre Art zu erhalten und dass noch nicht einmal die Grundbedürfnisse dieser Tiere in Gefangenschaft erfüllt werden können.“